Jooyeon Ka gewinnt den ZF-Musikpreis 2026
Die 1995 geborene Jooyeon Ka aus Südkorea überzeugte auf ganzer Linie und gewinnt den zwölften ZF-Musikpreis.
Jooyeon Ka hat am vergangenen Sonntag, dem 7. Juni, den mit 10.000 Euro dotierten ZF‑Musikpreis gewonnen. Den zweiten Platz mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro belegte der Spanier Emin Kiourktchian, den dritten, mit 3.000 Euro dotierten Platz erreichte Maiqi Wu aus China.
Der Klavierwettbewerb um den ZF-Musikpreis 2026 blieb bis zur letzten Minute spannend. Das Wettbewerbsniveau war in diesem Jahr erneut außergewöhnlich hoch. Sechs mehrfach international preisgekrönte junge Pianist:innen aus fünf Nationen waren zum Wettbewerb angetreten. Die drei Finalist:innen hatten bereits in den ersten beiden Auswahlrunden hohe Musikalität und außergewöhnliche Virtuosität bewiesen. Mit meisterlichem Können und überragenden Interpretationen von Werken Johann Sebastian Bachs und Ludwig van Beethovens sowie Neuer Musik und Werken der Deutschen Romantik setzten sich die drei jungen Künstler:innen in den ersten beiden Wettbewerbsrunden im Münzhof in Langenargen durch.
Entsprechend hoch war der Anspruch beim dritten, entscheidenden Wettbewerbskonzert am vergangenen Sonntag im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen: Konzertetüden sowie Werke des 19. und 20. Jahrhunderts bildeten ein herausforderndes Programm, das den drei Finalist:innen nochmals ihr ganzes Können abverlangte. Rund 400 Besucher:innen waren ins Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen gekommen, um das Abschlusskonzert mit den außergewöhnlichen jungen Musiker:innen hautnah mitzuerleben. Die hohen Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Alle drei Finalist:innen verstanden es, das Publikum zu verzaubern und boten ein Konzert mit Musikgenuss auf höchstem Niveau.
In der Pause fieberten die Besucher:innen gespannt der Auszählung des Publikumspreises, vor allem aber der Entscheidung der Jury entgegen, die in ihrer Wertung die Leistung in allen drei Konzerten zu beurteilen hatte. Mitglieder der internationalen Jury unter Vorsitz von Peter Vogel waren in diesem Jahr der türkisch-amerikanische Pianist Özgür Aydin, Prof. Yuka Imamine, Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München, sowie Seonghyeon Leem, Preisträgerin des ZF‑Musikpreises 2024.
Aufgrund ihrer konstant brillanten Leistungen in allen drei Wettbewerbskonzerten kürte die Jury Jooyeon Ka zur Gewinnerin des ZF-Musikpreises 2026. „Sie seziert die Partitur bis ins Detail, schafft es, alle Einzelheiten hörbar zu machen, ohne das große Ganze zu verlieren. Ihr Spiel ist getragen von höchster Virtuosität und künstlerischer Sensibilität, ist farbenreich, fantasievoll, lyrisch und wandlungsfähig“, heißt es in der Begründung der Jury. Grandios überzeugte die Südkoreanerin im Abschlusskonzert nochmals mit der Etüde op. 10 Nr. 10 As-Dur von Frédéric Chopin sowie der Etüde Nr. 5 es-Moll aus den Études Tableaux op. 33 von Sergei Rachmaninow und dem Werk Le Tombeau de Couperin von Maurice Ravel.
Emin Kiourktchian belegte in der Endwertung den zweiten Platz. Der Pianist aus Spanien brillierte in Friedrichshafen mit der Etüde für die linke Hand As-Dur op. 36 von Felix Blumenfeld, der Etüde op. 10 Nr. 10 cis-Moll von Frédéric Chopin sowie der Sonate Nr. 3 fis-Moll op. 23 von Alexander Skriabin.
Die Drittplatzierte Maiqi Wu aus China stellte ihr großes Können am letzten Abend nochmals mit den Etüden op. 10 Nr. 4 und op. 25 Nr. 5, der Polonaise-Fantasie op. 61 sowie dem Nocturne op. 62 Nr. 1 von Frédéric Chopin unter Beweis.
Auch das Publikum ist beim ZF-Musikpreis gefragt: Die Zuhörer:innen können bei jedem Konzert einen mit jeweils 500 Euro dotierten Publikumspreis vergeben. Neben den Literaturschwerpunkten, die jedem Konzert einen ganz besonderen Reiz verleihen, macht der Publikumspreis den Wettbewerb zu einem besonders spannenden Musikerlebnis. Beim ersten Konzert ging der Publikumspreis an Vivien Walser. Publikumsfavorit beim zweiten und dritten Konzert war Emin Kiourktchian.
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