ZF-Musikpreis 2026 | 25 Jahre ZF-Musikpreis (2001 – 2026)

2026 feiert die ZF Kunststiftung 25 Jahre ZF-Musikpreis. Der Preis würdigt die herausragenden Leistungen hochbegabter internationaler Pianist:innen. Der öffentliche Klavierwettbewerb um den ZF-Musikpreis findet 2026 zum zwölften Mal statt.

Seit 25 Jahren zeichnet die ZF Kunststiftung herausragende junge Klaviervirtuos:innen mit dem ZF-Musikpreis aus. Alle zwei Jahre werden bis zu sechs Pianist:innen zu dem internationalen Klavierwettbewerb um den begehrten Preis eingeladen. In drei öffentlichen Wettbewerbskonzerten stellen die jungen Künstler:innen ihr Können unter Beweis. Eine internationale, unabhängige Fachjury bewertet die Teilnehmenden anhand der Leistungen in allen drei Konzerten. Der Klavierwettbewerb um den ZF-Musikpreis 2026 wird – wie in den Vorjahren – unter künstlerischer Leitung von Peter Vogel organisiert.

Vom 4. bis 7. Juni 2026 stellen sich sechs bereits mehrfach preisgekrönte Musiker:innen aus fünf Nationen der Herausforderung und treten beim Klavierwettbewerb um den ZF‑Musikpreis 2026 an: Luis Benedict Alfsmann (Deutschland), Jacopo Giovannini (Italien), Jooyeon Ka (Südkorea), Emin Kiourktchian (Spanien), Sohta Miura (Japan) und Vivien Walser (Deutschland). Jedes der drei öffentlichen Wettbewerbskonzerte steht im Zeichen eines vorgegebenen Literaturangebotes, das den Musiker:innen großes Können abverlangt.

Eine weitere Besonderheit des ZF-Musikpreises: Bei jedem Konzert können die Zuhörenden ihren persönlichen Favoriten auswählen und einen mit jeweils 500 Euro dotierten Publikumspreis vergeben. Neben den Literaturschwerpunkten, die jedem Konzert einen ganz spezifischen Reiz verleihen, macht der Publikumspreis den Klavierwettbewerb zu einem für das Publikum besonders spannenden Musikereignis.

Mittlerweile arbeiten die ZF Kunststiftung und Peter Vogel seit 28 Jahren zusammen, um außergewöhnliche Musikprojekte in der Bodenseeregion zu etablieren. So stellen der ZF-Musikpreis und das Internationale Klavierfestival junger Meister nicht nur eine Bereicherung des regionalen musikalischen Angebots dar, sie sind Musikförderung auf höchstem Niveau und ermöglichen dem Publikum auch immer wieder neue, vielfältige Einblicke in die Welt der Musik.

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Konzerte
1. Wettbewerbskonzert

Donnerstag, 4. Juni 2026
18.30 Uhr
Münzhof
Marktplatz 24
88085 Langenargen

Sechs ausgewählte Teilnehmer:innen spielen je ein Werk von Johann Sebastian Bach und eine Sonate von Ludwig van Beethoven.

Pause:
gegen 20.15 Uhr

Vergabe Publikumspreis

Veranstaltungsende:
gegen 22.15 Uhr

2. Wettbewerbskonzert

Freitag, 5. Juni 2026
18.30 Uhr
Münzhof
Marktplatz 24
88085 Langenargen

Die vier verbliebenen Teilnehmer:innen spielen repräsentative Werke der Deutschen Romantik, z. B. von Robert Schumann, Franz Liszt oder Johannes Brahms. Darüber hinaus interpretieren sie ein Werk des 20. oder 21. Jahrhunderts, das nach 1970 komponiert wurde.

Pause:
gegen 20 Uhr

Vergabe Publikumspreis

Veranstaltungsende:
gegen 22 Uhr

Abschlusskonzert

Sonntag, 7. Juni 2026
19.00 Uhr
Graf-Zeppelin-Haus,
Ludwig-Dürr-Saal
Olgastraße 20
88045 Friedrichshafen

Die drei Finalist:innen spielen zwei Konzertetüden, davon mindestens eine von Frédéric Chopin, sowie ein repräsentatives Werk des 19. oder 20. Jahrhunderts freier Wahl.

Pause:
gegen 20.45 Uhr

Vergabe ZF-Musikpreis

Vergabe Publikumspreis

Veranstaltungsende:
gegen 22.15 Uhr


Teilnehmer:innen

Poirtraitfoto
Luis Benedict Alfsmann
Poirtraitfoto
Jacopo Giovannini
Poirtraitfoto
Jooyeon Ka
Poirtraitfoto
Emin Kiourktchian
Poirtraitfoto
Sohta Miura
Poirtraitfoto
Vivien Walser

Die Jury
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Peter Vogel

Peter Vogel studierte Klavier, Orgel und Komposition unter anderem in der Meisterklasse bei Homero Francesch an der Musikhochschule Zürich. Neben seiner klassischen Ausbildung hat er sich intensiv mit Jazzmusik beschäftigt. Zahlreiche Auszeichnungen, Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen begleiten seine intensive Konzerttätigkeit. Er trat auf europäischen Festivals auf wie dem Kultursommer Nordhessen, dem ars electronica Festival Linz, dem Festival van Vlaanderen in Belgien sowie in der Ukraine beim Lviv Chamber Music Festival Szymanowski Quartet and friends und dem SoNoRo-Festival in Kiew. Er gab am Central Conservatory of Music in Peking Meisterkurse und konzertierte dort im Grand National Theater. Seine Werke wurden in Darmstadt, Frankfurt, Konstanz, Peking, Bregenz und Linz uraufgeführt.

Als Gründer des Internationalen Konzertverein Bodensee e.V. und Geschäftsführer von birdmusic leitet er seit 1995 die Internationalen Festivals junger Meister, die Langenarger Schlosskonzerte, das Konstanzer Musikfestival sowie den internationalen Wettbewerb um den ZF-Musikpreis. Im Jahr 2020 etablierte er mit dem Internationalen Musikwettbewerb um den Creative Music Award des RC Friedrichshafen-Lindau ein neues Format.

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Özgür Aydin

Der türkisch-amerikanische Pianist Özgür Aydin hatte sein großes Konzertdebut 1997 mit Brahms’ Klavierkonzert Nr. 1 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Im gleichen Jahr gewann er den Internationalen Musikwettbewerb der ARD und den Nippon Music Award in Tokio.

Er ist als Solist mit Orchestern aufgetreten wie mit dem BBC Concert Orchestra in London, der Slowakischen Philharmonie und dem Calgary Philharmonic Orchestra. Häufig gastiert er bei Sommerfestspielen, etwa in Salzburg, Schleswig-Holstein, beim Ravinia Festival und in Edinburgh. Er tritt in Konzertsälen auf wie der New Yorker Carnegie Hall, der Londoner Wigmore Hall, dem Münchner Herkulessaal und der Suntory Hall in Tokio. Er ist Kammermusikpartner unter anderem von Midori und Kolja Blacher. Er nahm für die europäischen Label Videal und Yapi Kredi Solo-Klavierwerke von Beethoven, Schumann, Liszt und Chopin auf. Seine Interpretationen der vollständigen Zyklen von Beethovens 32 Klaviersonaten und seiner fünf Klavierkonzerte sowie von Bachs Wohltemperiertem Klavier haben überaus positiven Anklang bei den Kritikern gefunden.

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Prof. Yuka Imamine

Yuka Imamine, geboren in Kobe, Japan, studierte abendländische Geschichte und anschließend Klavier an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Klaus Schilde und Prof. Michael Schäfer.

Sie gewann unter anderem den ersten Preis beim Internationalen Schubert-Wettbewerb Dortmund (1993) und beim Internationalen Klavierwettbewerb Alessandro Casagrande (1996) in Terni und ist Preisträgerin beim Concours Géza Anda in Zürich (1997).

Als Solistin konzertiert sie mit renommierten Orchestern und gibt Klavierabende in Europa und Asien. Sie musizierte mit den Münchner Symphonikern im Herkulessaal, beim Festival dei Due Mondi in Spoleto und beim Stress International Festival in der Zürcher Tonhalle. Als Kammermusikerin arbeitete sie unter anderem mit Lorin Maazel. Ihre Solo-CDs mit Werken von Schubert und Ravel sowie von Beethoven erhielten besondere Beachtung.

Mit 32 Jahren folgte Yuka Imamine dem Ruf als Professorin für Klavier an die Hochschule für Musik und Theater München. Meisterkurse und Jurytätigkeiten in Europa und Asien ergänzen
ihre Aktivitaten.

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Seonghyeon Leem

Seonghyeon Leem gewann den International Pro Musicis Award 2023, den ersten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Istanbul Orchestra’ Sion und ist Preisträgerin des Internationalen Wettbewerbs um den ZF-Musikpreis 2024.

Sie gab Konzerte in Frankreich, Deutschland und der Türkei, darunter bei der José Carreras Gala, die live im MDR-Fernsehen übertragen wurde. Sie trat mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum, dem Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig und mit dem Orchestra Giocoso auf. Beim 34. ChopinFestival in Gaming sprang Seonghyeon Leem für Paul Gulda ein. Beim Internationalen Klavierkonzert junger Meister 2025 begeisterte sie mit Ravels Klavierkonzert in G-Dur. Nach Studien an der Seoul National University und bei Prof. Jacques Rouvier am Mozarteum Salzburg absolviert sie ihr Meisterklassenexamen an der Musikhochschule Leipzig bei Prof. Christian A. Pohl.

Sie ist junges Fakultätsmitglied beim Musica Mundi Kammermusikkurs und Festival sowie Lehrassistentin an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.