03/2025 Film

Gabriel Grosclaude gewinnt mit LUX CARNE den hochdotierten ZF-Kurzfilmpreis 2025

Pressebild: Gabriel Grosclaude gewinnt mit LUX CARNE den hochdotierten ZF-Kurzfilmpreis 2025 - Gabriel Grosclaude, Gewinner ZF-Kurzfilmpreis 2025 © Gabriel Grosclaude
Pressebild: Gabriel Grosclaude gewinnt mit LUX CARNE den hochdotierten ZF-Kurzfilmpreis 2025 - <i>Lux Carne</i> © Gabriel Grosclaude, 2024, Spielfilm, 18 min, all rights reserved.
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Der Schweizer Regisseur Gabriel Grosclaude erhält für seinen achtzehnminütigen Umwelt-Thriller LUX CARNE den mit 15.000 Euro dotierten ZF‑Kurzfilmpreis. Der Publikumspreis der ZF Kunststiftung in Höhe von 1.000 Euro geht an Linus von Stumberg für seinen Kurzfilm SYNCOPE.

Am vergangenen Wochenende fanden die 16. Filmtage Friedrichshafen – Jetzt oder Nie statt, veranstaltet vom Kulturbüro Friedrichshafen. Höhepunkt des Filmfestivals war der Wettbewerb um den ZF‑Kurzfilmpreis und den Publikumspreis der ZF Kunststiftung. Zwölf sehr unterschiedliche Kurzfilme junger Filmregisseur:innen standen im Wettbewerb, vom Animationsfilm über einen eindringlichen kurzen Dokumentarfilm bis hin zum zwanzigminütigen Sci-Fi-Kurzfilm war thematisch und filmisch wieder eine große Vielfalt vertreten. Bis spät in die Nacht genoss das Publikum am Samstag in der besonderen Atmosphäre im Kiesel das abwechslungsreiche Wettbewerbsprogramm und fieberte gespannt der Juryentscheidung, aber auch der Auszählung des Publikumspreises entgegen. Der Kurzthriller SYNCOPE von Linus von Stumberg, in dem der junge deutsche Filmemacher Machtstrukturen und Machtmissbrauch in der Kunst beleuchtet, war der klare Publikumsfavorit und erhielt den Publikumspreis der ZF Kunststiftung in Höhe von 1.000 Euro.

Der Gewinner des ZF-Kurzfilmpreises in Höhe von 15.000 Euro ist der Schweizer Regisseur Gabriel Grosclaude. In LUX CARNE regelt ein strenger Prüfungsprozess den Fleischkonsum der Bevölkerung: Wer Fleisch essen möchte, muss ein Tier töten. Die junge Reporterin Elie macht sich auf den Weg, um den Prozess im Schlachthaus zu dokumentieren. Jedoch dürfen nur diejenigen hinein, die teilnehmen. Elie muss sich dem Akt des Tötens stellen. Als sie dem Tier gegenübersteht, werden ihre Überzeugungen auf die Probe gestellt, so die Synopsis.

Mit seinem eindringlichen Umwelt-Thriller, einem Kurzfilm Anthropocène Noir, beeindruckte Gabriel Grosclaude die Jury: „Die Welt, die uns in diesem Film gezeigt wird, öffnet den Raum für viele Fragen, die wir uns gemeinsam gestellt haben. Die Handlung spielt in einer offenbar nahen Zukunft. Befinden wir uns in einer dystopischen oder in einer utopischen Vision? Wie kann man die Verantwortung für eine wertvolle Ressource aus der kollektiven Verdrängung hervorholen? Der Film versetzt sowohl die Hauptfigur als auch die Zuschauer:innen in ein Dilemma, das auf der individuellen Verantwortung für die Macht über andere Lebewesen gründet. Die Geschichte führt uns unsere Bigotterie im Umgang mit dem gewalttätigen Tod von Tieren vor Augen, ohne dabei zu moralisieren. Wie leicht überschreiten wir die Grenzen unserer eigenen Überzeugungen? Für die herausragende Dramaturgie, den beeindruckenden Cast und die gute Schauspielführung hat die Jury einstimmig entschieden, den ZF-Kurzfilmpreis 2025 an den Regisseur Gabriel Grosclaude für seinen Film LUX CARNE zu verleihen,” so die Jurybegründung.

Mitglieder der diesjährigen Preisjury waren Regina Michel, Geschäftsführerin und Kuratorin der ZF Kunststiftung, Nihan Sivridag, Mitglied des Auswahlgremiums der Berlinale Shorts, Regisseur und Autor Andreas Utta, Berater für Kurzfilme bei SWISS FILMS Sylvain Vaucher sowie Laura Walde, Kuratorin der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur.

Gabriel Grosclaude wurde 1997 in Neuchâtel, Schweiz, geboren. Er schloss ein Bachelorstudium in Umweltingenieurwesen an der EPFL (École Polytechnique Féderale de Lausanne) ab und wandte sich 2019 dem Bachelor in Film Studium an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) zu. 2020 verbrachte er ein Austauschsemester an der ENSLL (École Nationale Supérieure Louis-Lumière) in Paris. Seit 2021 ist er bei Doc’it Yourself tätig, wo er Dokumentarfilmprojekte realisiert. 2023 wurde er Mitglied der Jury des Internationalen Wettbewerbs für Langspielfilme am Geneva International Film Festival. Sein Bachelorfilm LUX CARNE (2024) wurde am Locarno Film Festival uraufgeführt und gewann den Preis für den Best Swiss Newcomer. Bei den 16. Filmtagen in Friedrichshafen gewann er den ZF-Kurzfilmpreis 2025. Seit 2024 ist er zudem freischaffender Regisseur und Produzent.

Pressekontakt
ZF KUNSTSTIFTUNG
Regina Michel
D-88038 Friedrichshafen
T +49 7541 77-7114
xhafgfgvsghat@ms.pbz