Sky is the Limit von Christelle Oyiri wird ermöglicht durch das neue ZF Forschungsstipendium RE-SEARCH
RE-SEARCH, das erste Forschungsstipendium der ZF Kunststiftung geht 2025 an Christelle Oyiri. Es ermöglicht der französischen Künstlerin in Auseinandersetzung mit dem Zeppelin-Archiv die Arbeit Sky is the Limit für die Ausstellung Bild und Macht. Zeppelin-Fotografie im Fokus zu entwickeln. In Sky is the Limit untersucht die Künstlerin anhand der Hindenburg Explosion (1937) und den Anschlägen vom 11. September (2001) wie Information und Spektakel heute untrennbar verwoben sind. Für die Künstlerin stehen die Luftfahrtkatastrophen sinnbildlich für eine Zeit emotional aufgeladener Bildwelten, in denen die Grenzen zwischen Realität und medialer Inszenierung verschwimmen.
Die vielschichtige Installation Sky is the Limit von Christelle Oyiri ist eigens für die Ausstellung Bild und Macht konzipiert und im engen Dialog mit dem Zeppelin-Archiv entstanden. Das Kunstwerk hinterfragt, wie Mediensymbole unsere Geschichtsschreibung und Selbstwahrnehmung prägen – und enthüllt darin verborgene Machtfantasien, Hybris und imperialistische Ambitionen. Ihre kaleidoskopische Videoinstallation kombiniert Archivmaterial mit einer stilisierten Bildsprache, inspiriert von dem amerikanischen Filmemacher Brian De Palma. Dabei verbindet sie die Katastrophen nicht nur auf ästhetisch Weise, sondern auch philosophisch: Jede verkörpert den Moment technologischer Ambition, der in einer Tragödie mündet – und den schmalen Grat zwischen Fortschritt und Hybris offenbart.
Die Ausstellung Bild und Macht. Zeppelin-Fotografie im Fokus untersucht, wie Bilder vom Zeppelin in verschiedenen politischen Kontexten zur nationalen Selbstrepräsentation und Machtausübung eingesetzt wurden und fragt in einer Zeit, in der Bilder allgegenwärtig sind, nach der Macht der Bilder, ihrer Manipulation und ihrem Wahrheitsgehalt. Angesichts der heutigen digitalen Bilderflut stellt die Ausstellung, die hochaktuelle Frage nach der Macht der Bilder, ihrer Instrumentalisierung und ihrem Wahrheitsgehalt.
RE-SEARCH. Das ZF‑Forschungsstipendium ist ein neues mehrjähriges Förderprogramm der ZF Kunststiftung. Es unterstützt explizit die Arbeit des Zeppelin Museums Friedrichshafen. Das künstlerische Forschungsprojekt RE-SEARCH ist mit 30.000 Euro pro Jahr dotiert und ermöglicht einer/m zeitgenössischen Künstler:in die Entwicklung und Produktion innovativer Kunstwerke in engem Dialog mit dem Zeppelin-Archiv oder den Sammlungen des Zeppelin Museums. Ziel ist die Entwicklung von orts- und kontextspezifischen Arbeiten, die die Sammlungsbestände des Museums in neue Deutungszusammenhänge stellen.
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