ZF-Musikpreis 2022

Zum zehnten Mal vergibt die ZF Kunststiftung in diesem Jahr den ZF-Musikpreis. Der Preis würdigt die herausragenden Leistungen hochbegabter Pianist:innen. Sechs Pianist:innen aus vier Ländern wurden unter anderem aus den Teilnehmer:innen am Internationalen Klavierfestival junger Meister ausgewählt. In drei Wettbewerbskonzerten ermittelt eine dreiköpfige internationale Jury die Preisträger:innen des ZF-Musikpreises. Der öffentliche Klavierwettbewerb um den ZF-Musikpreis 2022 wird – wie in den Vorjahren – unter künstlerischer Leitung von Peter Vogel organisiert.

Mittlerweile arbeiten die ZF Kunststiftung und Peter Vogel seit 24 Jahren zusammen, um außergewöhnliche Musikprojekte in der Bodenseeregion zu etablieren. So stellen der ZF-Musikpreis und das Internationale Klavierfestival junger Meister nicht nur eine Bereicherung des regionalen musikalischen Angebots dar, sie ermöglichen dem Publikum auch immer wieder neue, vielfältige Einblicke in die Welt der Musik. 

Eine weitere Besonderheit des ZF-Musikpreises: Bei jedem Konzert können die Zuhörenden ihren persönlichen Favoriten auswählen und einen mit jeweils 500 Euro dotierten Publikumspreis vergeben. Neben den Literaturschwerpunkten, die jedem Konzert einen ganz spezifischen Reiz verleihen, macht der Publikumspreis den Klavierwettbewerb zu einem besonders spannenden Musikereignis.


Konzerte
1. Wettbewerbskonzert

Donnerstag, 12. Mai 2022
18.30 Uhr
Münzhof
Marktplatz 24
88085 Langenargen

Sechs ausgewählte Teilnehmer:innen spielen je ein Werk von Johann Sebastian Bach und eine Sonate von Ludwig van Beethoven.

Pause:
gegen 20.15 Uhr

Vergabe Publikumspreis

Veranstaltungsende:
gegen 22.15 Uhr

2. Wettbewerbskonzert

2. Wettbewerbskonzert
Freitag, 13. Mai 2022
18.30 Uhr
Forum am See
Brettermarkt 10
88131 Lindau

Die vier verbliebenen Teilnehmer:innen spielen repräsentative Werke der Deutschen Romantik, z. B. von Robert Schumann, Franz Liszt oder Johannes Brahms. Darüber hinaus interpretieren sie ein Werk des 20. oder 21. Jahrhunderts, das nach 1970 komponiert wurde.

Pause:
gegen 20 Uhr

Vergabe Publikumspreis

Veranstaltungsende:
gegen 22 Uhr 

Abschlusskonzert

Sonntag, 15. Mai 2022
19.00 Uhr
Graf-Zeppelin-Haus,
Ludwig-Dürr-Saal
Olgastraße 20
88045 Friedrichshafen

Die drei Finalist:innen spielen zwei Konzertetüden,
davon mindestens eine von Frédéric Chopin, sowie
ein repräsentatives Werk des 19. oder 20. Jahrhunderts
freier Wahl.

Pause:
gegen 20.45 Uhr

Vergabe ZF-Musikpreis

Vergabe Publikumspreis

Veranstaltungsende:
gegen 22.15 Uhr


Preisträger:innen

Poirtraitfoto
1. Preis Xiaolu Zang
Poirtraitfoto
2. Preis Yeon-Min Park
Poirtraitfoto
3. Preis Till Hoffmann

Weitere Teilnehmer:innen

Poirtraitfoto
Aurelius Braun
Poirtraitfoto
Youngho Park
Poirtraitfoto
Veronika Voloshyna

Die Jury
Peter Vogel

Peter Vogel studierte Klavier, Orgel und Komposition. Seine pianistischen Lehrjahre führten ihn bis zur Meisterklasse bei Homero Francesch an der Musikhochschule Zürich. Neben seiner klassischen Ausbildung hat er sich intensiv mit Jazzmusik beschäftigt. Zahlreiche Auszeichnungen, Rundfunk-, Fernseh- und CD-Aufnahmen begleiten seine intensive Konzerttätigkeit. Er trat auf verschiedenen europäischen Festivals auf, wie dem Kultursommer Nordhessen, dem ars electronica Festival Linz, dem Bodenseefestival, den Bregenzer Festspielen, dem Konstanzer Musikfestival, dem Festival van Vlaanderen in Belgien, sowie in der Ukraine beim Lviv Chamber Music Festival Szymanowski Quartet and friends und dem SoNoRo-Festival in Kiew. Seine Engagements führten ihn auch nach Peking, wo er am Central Conservatory of Music Meisterkurse gab und im Grand National Theater konzertierte. Seine Werke wurden bisher u. a. in Darmstadt, Frankfurt, Konstanz, Peking, Bregenz und Linz uraufgeführt.

Als Gründer und langjähriger Präsident des Internationalen Konzertverein Bodensee e.V. und Geschäftsführer von birdmusic konzipiert und leitet er seit 1995 das Internationale Klavierfestival junger Meister, das Festival music open, die Langenarger Schlosskonzerte, das Konstanzer Musikfestival sowie den internationalen Wettbewerb um den ZF-Musikpreis. Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter des Musikprogramms der Kunst- und Konzerthalle arlberg1800. Im Jahr 2020 etablierte er mit dem Internationalen Musikwettbewerb um den Creative Music Award des RC Friedrichshafen-Lindau ein neues Format.

Prof. Yuka Imamine

Yuka Imamine wurde in Kobe, Japan geboren und studierte zunächst abendländische Geschichte. Anschließend nahm sie in Deutschland an der Hochschule für Musik und Theater in München das Musikstudium im Hauptfach Klavier auf, das sie 1996 mit dem Konzertexamen abschloss. Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie bei den Professoren Klaus Schilde und Michael Schäfer.

Imamine wurde mehrfach bei vielbeachteten Wettbewerben ausgezeichnet. Sie gewann u.a. den ersten Preis sowohl beim Internationalen Schubert-Wettbewerb Dortmund (1993) als auch beim Internationalen Klavierwettbewerb Alessandro Casagrande (1996) in Terni. Zudem wurde sie Preisträgerin beim Concours Geza Anda in Zürich (1997).

Als Solistin konzertiert sie mit renommierten Orchestern und gibt Klavierabende in Europa und Asien. Yuka Imamine musizierte mit den Münchner Symphonikern im Herkulessaal, beim Festival dei Due Mondi in Spoleto und beim Stress International Festival in der Zürcher Tonhalle. Als Kammermusikerin arbeitete sie u.a. mit Lorin Maazel zusammen.

Yuka Imamine dokumentiert ihre Arbeit bei diversen Rundfunk- und Fernsehproduktionen. Ihre Solo-CD mit Werken von Schubert und Ravel erhielt besondere Beachtung. Ihre neueste CD Yuka Imamine plays Beethoven bekam in der japanischen Fachpresse höchste Auszeichnungen.

Im Alter von 32 Jahren folgte Yuka Imamine dem Ruf als Professorin für Klavier an die Hochschule für Musik und Theater München. Meisterkurse und Jurytätigkeiten in Europa und Asien ergänzen ihre Konzert- und Lehraktivitäten

Ritva Sjöstedt

Die in Helsinki geborene Pianistin Ritva Sjöstedt studierte zunächst an der Sibelius-Akademie in Finnland, wo sie ihr Konzert-Diplom und den Magister mit Auszeichnung abschloss. Danach wechselte sie ans Northern Royal College of Music in England in die Klavierklasse von Prof. F.P. Welton und absolvierte anschließend die Meisterklasse an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Klaus Schilde. Sie ergänzte ihr Studium durch zahlreiche internationale Meisterkurse, unter anderem bei György Sebök (Indiana University), Dimitri Baschkirov (Moskauer Konservatorium) und Istvan Lantos (Liszt Akademie Budapest).

Ritva Sjöstedt lebt in München und konzertiert als Solistin, Kammermusikerin und Lied-Begleiterin. Ihre Konzerttätigkeit führte sie zu der Prager Philharmonie, dem Young Prague Festival, den Sibeliuswochen in London, dem EUREGIO-Musikfestival, dem Settembre musicale in Piemonte, den Helsinki-Festivalwochen und den Musikfestspielen Turku. Zahlreiche Fernseh- und Rundfunkübertragungen, etwa beim BR, WDR und NDR, dokumentieren ihr musikalisches Schaffen, darunter ihre solistischen Konzerte mit dem Josef Suk Kammerorchester der Tschechischen Philharmonie und den Bergischen Symphonikern.

Über ihre CD-Aufnahmen mit Werken von Jean Sibelius und Franz Schubert schreibt die Frankfurter Allgemeine: „Ritva Sjöstedts Einspielung besticht durch Stilsicherheit, subtile Anschlagsnuancen, zupackenden musikalischen Impuls und glasklares Strukturverständnis.“