Filmtage Friedrichshafen 2025 / ZF-Kurzfilmpreis 2025
Gabriel Grosclaude gewinnt mit LUX CARNE den hochdotierten ZF-Kurzfilmpreis 2025
Ein strenges Prüfungsverfahren reguliert den Fleischkonsum der Bevölkerung: Wer Fleisch essen will, muss ein Tier töten. Die junge Reporterin Elie macht sich auf, um den Prozess im Schlachthof zu dokumentieren. Doch hinein gelangt nur, wer auch teilnimmt. Elie muss sich dem Töten stellen. Als sie dem Tier gegenübersteht, werden ihre Überzeugungen auf die Probe gestellt.
Wir, die Jury, möchten uns bei den Filmtagen Friedrichshafen bedanken, für die ausgezeichnete Organisation und die vielfältige Auswahl an Filmen. Danke an alle Filmemacherinnen und Filmemacher, dass ihr eure Filme mit uns geteilt habt.
Die Welt, die uns in diesem Film gezeigt wird, öffnet den Raum für viele Fragen, die wir uns gemeinsam gestellt haben. Die Handlung spielt in einer offenbar nahen Zukunft. Befinden wir uns in einer dystopischen oder in einer utopischen Vision? Wie kann man die Verantwortung für eine wertvolle Ressource aus der kollektiven Verdrängung hervorholen?
Der Film versetzt sowohl die Hauptfigur als auch die Zuschauer:innen in ein Dilemma, das auf der individuellen Verantwortung für die Macht über andere Lebewesen gründet. Die Geschichte führt uns unsere Bigotterie im Umgang mit dem gewalttätigen Tod von Tieren vor Augen, ohne dabei zu moralisieren. Wie leicht überschreiten wir die Grenzen unserer eigenen Überzeugungen?
Für die herausragende Dramaturgie, den beeindruckenden Cast und die gute Schauspielführung hat die Jury einstimmig entschieden, den ZF Kurzfilmpreis 2025 an den Regisseur Gabriel Grosclaude für seinen Film LUX CARNE zu verleihen.
Der Schweizer Regisseur Gabriel Grosclaude erhält für seinen achtzehnminütigen Umwelt-Thriller LUX CARNE den mit 15.000 Euro dotierten ZF‑Kurzfilmpreis. Der Publikumspreis der ZF Kunststiftung in Höhe von 1.000 Euro geht an Linus von Stumberg für seinen Kurzfilm SYNCOPE.
Am vergangenen Wochenende fanden die 16. Filmtage Friedrichshafen – Jetzt oder Nie statt, veranstaltet vom Kulturbüro Friedrichshafen. Höhepunkt des Filmfestivals war der Wettbewerb um den ZF‑Kurzfilmpreis und den Publikumspreis der ZF Kunststiftung. Zwölf sehr unterschiedliche Kurzfilme junger Filmregisseur:innen standen im Wettbewerb, vom Animationsfilm über einen eindringlichen kurzen Dokumentarfilm bis hin zum zwanzigminütigen Sci-Fi-Kurzfilm war thematisch und filmisch wieder eine große Vielfalt vertreten. Bis spät in die Nacht genoss das Publikum am Samstag in der besonderen Atmosphäre im Kiesel das abwechslungsreiche Wettbewerbsprogramm und fieberte gespannt der Juryentscheidung, aber auch der Auszählung des Publikumspreises entgegen. Der Kurzthriller SYNCOPE von Linus von Stumberg, in dem der junge deutsche Filmemacher Machtstrukturen und Machtmissbrauch in der Kunst beleuchtet, war der klare Publikumsfavorit und erhielt den Publikumspreis der ZF Kunststiftung in Höhe von 1.000 Euro.
Der Gewinner des ZF-Kurzfilmpreises in Höhe von 15.000 Euro ist der Schweizer Regisseur Gabriel Grosclaude. In LUX CARNE regelt ein strenger Prüfungsprozess den Fleischkonsum der Bevölkerung: Wer Fleisch essen möchte, muss ein Tier töten. Die junge Reporterin Elie macht sich auf den Weg, um den Prozess im Schlachthaus zu dokumentieren. Jedoch dürfen nur diejenigen hinein, die teilnehmen. Elie muss sich dem Akt des Tötens stellen. Als sie dem Tier gegenübersteht, werden ihre Überzeugungen auf die Probe gestellt, so die Synopsis.
Mit seinem eindringlichen Umwelt-Thriller, einem Kurzfilm Anthropocène Noir, beeindruckte Gabriel Grosclaude die Jury: „Die Welt, die uns in diesem Film gezeigt wird, öffnet den Raum für viele Fragen, die wir uns gemeinsam gestellt haben. Die Handlung spielt in einer offenbar nahen Zukunft. Befinden wir uns in einer dystopischen oder in einer utopischen Vision? Wie kann man die Verantwortung für eine wertvolle Ressource aus der kollektiven Verdrängung hervorholen? Der Film versetzt sowohl die Hauptfigur als auch die Zuschauer:innen in ein Dilemma, das auf der individuellen Verantwortung für die Macht über andere Lebewesen gründet. Die Geschichte führt uns unsere Bigotterie im Umgang mit dem gewalttätigen Tod von Tieren vor Augen, ohne dabei zu moralisieren. Wie leicht überschreiten wir die Grenzen unserer eigenen Überzeugungen? Für die herausragende Dramaturgie, den beeindruckenden Cast und die gute Schauspielführung hat die Jury einstimmig entschieden, den ZF-Kurzfilmpreis 2025 an den Regisseur Gabriel Grosclaude für seinen Film LUX CARNE zu verleihen,” so die Jurybegründung.
Mitglieder der diesjährigen Preisjury waren Regina Michel, Geschäftsführerin und Kuratorin der ZF Kunststiftung, Nihan Sivridag, Mitglied des Auswahlgremiums der Berlinale Shorts, Regisseur und Autor Andreas Utta, Berater für Kurzfilme bei SWISS FILMS Sylvain Vaucher sowie Laura Walde, Kuratorin der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur.
Gabriel Grosclaude wurde 1997 in Neuchâtel, Schweiz, geboren. Er schloss ein Bachelorstudium in Umweltingenieurwesen an der EPFL (École Polytechnique Féderale de Lausanne) ab und wandte sich 2019 dem Bachelor in Film Studium an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) zu. 2020 verbrachte er ein Austauschsemester an der ENSLL (École Nationale Supérieure Louis-Lumière) in Paris. Seit 2021 ist er bei Doc’it Yourself tätig, wo er Dokumentarfilmprojekte realisiert. 2023 wurde er Mitglied der Jury des Internationalen Wettbewerbs für Langspielfilme am Geneva International Film Festival. Sein Bachelorfilm LUX CARNE (2024) wurde am Locarno Film Festival uraufgeführt und gewann den Preis für den Best Swiss Newcomer. Bei den 16. Filmtagen in Friedrichshafen gewann er den ZF-Kurzfilmpreis 2025. Seit 2024 ist er zudem freischaffender Regisseur und Produzent.
Pressemitteilung:
Gabriel Grosclaude gewinnt mit LUX CARNE den hochdotierten ZF-Kurzfilmpreis 2025
Mehr Informationen zu Gabriel Grosclaude:
Preisträger 2025, Gabriel Grosclaude
Das Festival „Jetzt oder nie – Filmtage Friedrichshafen“ findet vom 6. bis 10. März 2025 zum 16. Mal statt.
Die Filmtage, organisiert vom Kulturbüro Friedrichshafen, präsentieren auch in 2025 wieder vielfach preisgekrönte und sehenswerte Kurz- und Dokumentarfilme junger Filmemacherinnen und Filmemacher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Filmtage, organisiert vom Kulturbüro Friedrichshafen, präsentieren auch in diesem Jahr wieder vielfach preisgekrönte und sehenswerte Kurz- und Dokumentarfilme junger Filmemacherinnen und Filmemacher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die Auswahljury der Filmtage hat ein spannendes Programm mit vielen aktuellen Bezügen zusammengestellt. Auch in diesem Jahr gibt es wieder einige Filmperlen zu entdecken, vom kurzen Animationsfilm über eindringliche Kurzdokumentarfilme bis hin zum dreißigminütigen Drama ist thematisch und filmisch wieder eine große Vielfalt vertreten.
Gezeigt werden qualitativ hochwertige Filme mit gesellschaftlicher Relevanz und Unterhaltungsfaktor. Im Anschluss an die Vorführungen finden moderierte Publikumsgespräche mit den anwesenden Filmschaffenden statt.
Wettbewerb um den ZF-Kurzfilmpreis 2025
Höhepunkt des Festivals ist der Wettbewerb um den mit 15.000 Euro dotierten ZF-Kurzfilmpreis sowie um den Publikumspreis der ZF Kunststiftung in Höhe von 1.000 Euro.
Der krönende Abschluss des spannenden Wettbewerbs Kurz und Gut ist die anschließende Verleihung der beiden Preise durch Matthias Lenz, Vorstand der ZF Kunststiftung, Samstag, 8. März, ca. 22.30 Uhr, Kiesel im k42.
Präsentation Als ich ein Baum war von Jalal Maghout, Gewinner ZF-Kurzfilmpreis 2021
Besonders freuen wir uns, dass Jalal Maghout, Gewinner ZF Kurzfilmpreis 2021, am zweiten Festivaltag eine Plattform erhält: Er präsentiert seinen neuen Kurzfilm Als ich ein Baum war, u.a. finanziert mit den 15.000 Euro Preisgeld der ZF Kunststiftung.
Als ich ein Baum war beschäftigt sich mit den Themen Identität, Wahrnehmung und der zyklischen Natur der Existenz. Der Film baut eine dystopische Szenerie auf, in der Machtstrukturen mit Unfreiheit, Gewalt und Angst einhergehen. Gefangen in einer surrealen Welt sucht das Ich nach einer Möglichkeit zur Flucht.
„Der Kurzfilm hat seine Wurzeln in der sozio-politischen Realität, mit der das Individuum konfrontiert ist, und zeigt den Versuch, sich von vorgefassten Meinungen und sozialen Zwängen, die das eigene Dasein bestimmen, zu befreien“, so Jalal Maghout.
In der anschließenden Liveschaltung können die Zuschauerinnen und Zuschauer sich direkt mit Regisseur Jalal Maghout austauschen.
Präsentation Als ich ein Baum war von Jalal Maghout, Gewinner ZF-Kurzfilmpreis 2021, am Freitag, 7. März 2025, 18.15 Uhr.
Der Eintritt ist frei! Da das Platzangebot im Kiesel begrenzt ist, müssen dennoch Tickets für die Filmvorstellung reserviert werden:
Ticketshop Kulturbüro Friedrichshafen
Programm Filmtage Friedrichshafen 2025
Stadt Friedrichshafen: Filmtage Friedrichshafen
Download Programmheft
Download Poster
Tickets Filmtage Friedrichshafen 2025
Tickets sind ab 01.02.25 über den Ticketverkauf des Kulturbüros erhältlich:
Ticketshop Kulturbüro Friedrichshafen – Alle Events
Color of Attachment
von Joao Pedro Prado
Ich hab dich tanzen sehn
von Sarah Pech
Lass Nicht Los
von Antonia Lindner
Shut Up And Suffer
von Emma Bading
YARE
von Sallar Othman
getty abortions
von Franzis Kabisch
Uhrmenschen
von Hao Yu
Nebenan
von Lukas März
SYNCOPE
von Linus von Stumberg
Die Sache
von Samuel Müller
LUX CARNE von Gabriel Grosclaude
Kruste
von Jens Kevin Georg
– Regina Michel, Geschäftsführerin und Kuratorin ZF Kunststiftung
– Nihan Sivridag, Kuratorin Berlinale Shorts
– Andreas Utta, Regisseur und Autor
– Sylvain Vaucher, Berater für Kurzfilme bei der Initiative „Swiss Films” – Genf
– Laura Walde, Kuratorin der Internationalen Kurzfilmtage Winterthur
Einzelticket:8 €, erm. 6 €
Kinderprogramme:Kind 4 €, Erw. 6 €
Kurzfilmticket: 14 €, erm. 9,50 € (gilt für alle 3 Programme)
FILM AB!
Kinderkurzfilmticket: 6 € (gilt für FILM AB! 4+ und 8+)
Kurzfilmticket: 14 €, erm. 9,50 € (gilt für alle drei Programme „Kurz & Gut“)
Festivalticket: 26 €, erm. 18 € (gilt für alle Filme an allen Tagen)
Für Inhaber eines Festivaltickets gibt es aus organisatorischen Gründen nur bei Erscheinen bis zehn Minuten vor Beginn eine Sitzplatzgarantie.
Weitere Informationen:
www.filmtage.friedrichshafen.de